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Ausstellung

Antonín Střížek: Feste des Alltags

19. September 2026 – 10. Januar 2027, 14:00 - 17:00

Die Ausstellung Feste des Alltags zeigt Antonín Střížek als aufmerksamen Beobachter von Szenen, die oftmals vollkommen alltäglich erscheinen und zugleich eine ganz eigene Poesie entfalten. Der für seine idyllischen Landschaften und urbanen Stillleben bekannte Maler und Fotograf präsentiert Werke, denen eine feine Atmosphäre von Verträumtheit und Nostalgie innewohnt. Eine beinahe theatralische Magie prägt auch seine aktuelle Werkgruppe Bauhaus, mit der er an frühere Auseinandersetzungen mit geometrischen Formen anknüpft. Diesmal erweitert er sie jedoch um eine erzählerische Ebene. Inspiriert wurde die Serie vom Triadischen Ballett, dem berühmten avantgardistischen Tanzwerk, das der deutsche Künstler, Choreograf und Bauhaus-Vertreter Oskar Schlemmer 1916 entwickelte.

Antonín Střížek wurde in Rumburk geboren und verbrachte seine Kindheit in Ostrava-Poruba. Er besuchte die Kunstgewerbeschule in Prag und studierte von 1983 bis 1988 an der Akademie der Bildenden Künste in Prag, wo er später fünf Jahre lang das Malatelier III leitete. Heute lebt und arbeitet er in Prag und Milovice. Im Laufe seiner Karriere hatte er zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland. Seine Werke befinden sich unter anderem in der Sammlung der Nationalgalerie Prag sowie in weiteren bedeutenden internationalen Sammlungen.

In seiner künstlerischen Arbeit lässt sich Střížek auch von Ländern inspirieren, die er bereist hat, darunter China, Mexiko und Japan. Diese Erfahrungen spiegeln sich sowohl in seiner Farbpalette als auch in der Wahl seiner Materialien wider. Vorwiegend arbeitet er mit Öl auf Leinwand, doch auch das Aquarell nimmt einen festen Platz in seinem Schaffen ein. Darüber hinaus ist in seinem Atelier eine ausgeprägte Nähe zur Malerei auf Papier spürbar.

Eine besondere Rolle spielt in Střížeks Bildern die Luft. Etwas vollkommen Natürliches und Unsichtbares, dessen Präsenz wir oft erst dann bewusst wahrnehmen, wenn sie uns fehlt. In seinen Werken ist die Luft jedoch nicht nur Bestandteil der Komposition, sondern wird beinahe körperlich erfahrbar – etwa in seinen Darstellungen von Schaufenstern mit Kleidungsstücken oder von Innenräumen mit Stühlen.

Zu seinen außergewöhnlichsten Auftragsarbeiten gehört der 2002 geschaffene Bühnenvorhang für die Staatsoper Prag. Das Motiv basiert auf einer Szene aus Wolfgang Amadeus Mozarts letzter Oper Die Zauberflöte, für deren Neuinszenierung der Vorhang ursprünglich entworfen wurde. Heute befindet sich das Werk in der Sammlung des Nationalmuseums in Prag.

Auf einer Ausstellungsfläche von 250 m² präsentiert Antonín Střížek mehrere Dutzend Ölgemälde sowie Aquarelle und Fotografien. Bestandteil der Ausstellung ist außerdem ein Film unter der Regie seiner Tochter, der Künstlerin Johana Střížková. Darin beantwortet Střížek Fragen des Kunsthistorikers und Kurators Karel Srp.

Die Galerie Marienbad ist täglich von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und befindet sich im ersten Obergeschoss der historischen Kolonnade in Mariánské Lázně.